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Malen und Meditation – Meditationstechniken für mehr Ruhe und Gelassenheit

Als ich mich im Laufe der Yogalehrer-Ausbildung zum ersten Mal intensiver mit der Meditation beschäftigt habe, war ich davon überzeugt, dass das Meditieren ein Kinderspiel für mich sein würde. Ich bin ein eher ruhiger, ab und an verträumter Mensch, der auch einmal für einige Zeit in völliger Stille und dasitzen kann, ohne von nervösem Bewegungsdrang geplagt zu werden. Gesagt – getan! Ab auf’s Yogakissen, Augen schließen, tief ein- und ausatmen, den Atem beobachten… doch statt der beruhigenden Stille prasselten unzählbare Gedanken gleichzeitig auf mich ein.

So laut, dass ich glaubte, gar nichts anderes mehr hören zu können. Ein wahres Durcheinander. Je mehr ich versuchte, meine Gedanken zu beruhigen, umso schneller und lauter wurden sie. Und nicht nur das: Sobald ich die Gedanken etwas beruhigt hatte, fing der Körper an, sich zu melden. Ein zwickendes Knie hier, ein eingeschlafener Fuß dort – und schon waren der Geist wieder hellwach!

Vielleicht ist das mit dieser Meditation gar nichts für mich, dachte ich – und legte ein wenig frustriert eine Pause ein. Vor einiger Zeit, habe ich mich mit einer Bekannten und langjährigen Yogalehrerin über meinen Meditationsfrust unterhalten und musste feststellen, dass ich die Meditation viel zu streng betrachtet habe. Neben Lotussitz und absoluter Bewegungslosigkeit von Körper und Geist gibt es noch zahlreiche Varianten, um sich erst einmal an die Meditation heranzutasten. Seither habe ich meine Einstellung überdacht und tatsächlich einige Varianten entdeckt, mit denen ich mich sehr wohl fühle und über welche ich auch der klassischen Meditation wieder einen deutlichen Schritt nähergekommen bin.

  • Gehmeditation:
    In der Gehmeditation geht es darum – ganz ohne Ziel und voller Achtsamkeit – einen Schritt nach dem anderen zu machen. Ganz nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ kann man hier Schritt für Schritt die Gedanken loslassen und sich ausschließlich auf die gleichmäßige Bewegung des Körpers konzentrieren. So findet der Geist fast ganz von selbst Ruhe. Das ist es übrigens auch, was mir beim Wandern so großen Spaß macht.
  • Pranayama:
    Beim Pranayama – insbesondere bei der Wechselatmung – können sich meine Gedanken auf den Vorgang der Atmung konzentrieren, wodurch in meinem Geist eine ganz fabelhafte Ruhe entsteht. Manchmal verbinde ich die Phase des Luftanhaltens mit dem Gayatri Mantra, welches ich mir im Geiste vorsinge.
  • Mantrameditation:
    Auch bei der Mantrameditation bevorzuge ich das Gayatri Mantra, welches ich immer und immer wieder im Geiste wiederhole. Ab und an mit musikalischer Unterstützung von der CD.
  • Malen und Meditation:
    Zu meinen Favoriten gehört ganz klar die Meditation beim Malen. Auch hier gilt es, dein Geist mit einer gleichmäßigen, wiederkehrenden Handlung zur Ruhe zu bringen. Und das funktioniert auch sehr gut. Nicht umsonst tauchen seit einiger Zeit auch immer mehr Malbücher für Erwachsene im Handel auf. Meiner Meinung nach, eine tolle Methode, die Gedankenflut einmal zu stoppen und zu beruhigen.

Was allerdings bei jeglicher körperlichen und spirituellen Praxis gilt, ist auch bei der Meditation oberste Regel: üben, üben, üben! Denn ich stehe noch ganz am Anfang meiner Meditationspraxis und werde mich ganz sicher noch intensiver damit beschäftigen – ich bin schon gespannt, was ich dabei noch alles erleben werde. Doch eines habe ich auf jeden Fall schon gelernt: Es bringt überhaupt nichts, sich dabei unter Druck zu setzen.

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